Vor den ersten Wörtern: Wie Sie präverbale Kommunikation mit Ihrem Kind aufbauen
Einer der aufregendsten Momente in der Entwicklung eines Kindes ist für Eltern das erste bedeutungsvolle Wort. Wenn Sie jedoch bemerken, dass Ihr Kind im Vergleich zu Gleichaltrigen weniger spricht, nicht auf Sie reagiert oder Schwierigkeiten hat, sich am gemeinsamen Spiel zu beteiligen, können Sie sich Sorgen um eine verzögerte Sprachentwicklung machen.
Es ist wichtig zu bedenken, dass Kommunikation lange vor den ersten Wörtern beginnt. Damit Ihr Kind sprechen kann, muss es zunächst die grundlegenden Bausteine der präverbalen Kommunikationsphase entwickeln. Was umfasst diese Phase, und wie können Sie die Kommunikationsfähigkeiten Ihres Kindes zu Hause fördern?
Die Grundlage der Kommunikation: Fähigkeiten der präverbalen Phase
In Förderprogrammen für Personen mit Sprach- und Kommunikationsstörungen kommt der Entwicklung präverbaler Fähigkeiten eine besondere Bedeutung zu. Damit Ihr Kind seine ersten Wörter produzieren kann, sollte es zuvor folgende grundlegende Kommunikationskanäle nutzen können:
Blickkontakt herstellen: Der erste Schritt ist, dass das Kind die Person kurz anschaut, den Mund und das Gesicht der sprechenden Person beobachtet und beim Hören seines Namens Blickkontakt aufnimmt.
Gemeinsame Aufmerksamkeit: Die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf eine andere Person oder einen Gegenstand zu richten und gemeinsam mit einem Erwachsenen Objekte oder Bilder zu betrachten, wird als gemeinsame Aufmerksamkeit bezeichnet. Dass das Kind auf einen gezeigten Gegenstand schaut oder selbst auf Objekte in seiner Umgebung zeigt und sie dem Erwachsenen präsentiert, ist ebenfalls ein starkes Zeichen für gemeinsame Aufmerksamkeit.
Turn-Taking (Wechselseitigkeit): Kommunikation ist ein wechselseitiges Spiel. Im Spielumfeld wird erwartet, dass das Kind abwechselnd agiert – indem es die Handlung des Erwachsenen beobachtet und dann dieselbe Handlung ausführt oder nach dem Zuhören Laute von sich gibt. Auch das Abwarten der eigenen Spielrunde ist ein wichtiger Bestandteil dieser Fähigkeit.
Imitation: Das Nachahmen von Körperbewegungen, handlungsbezogenen Objektnutzungen sowie Mund- und Gesichtsbewegungen entwickelt sich vor dem Sprechen. Ebenso ist die Imitation von Umgebungsgeräuschen und Sprachlauten eine Vorbereitung auf die Sprachentwicklung.
Vom Explorationssspiel zum Symbolspiel
Die Art und Weise, wie Kinder spielen, gibt uns direkte Hinweise auf ihre Sprachentwicklung. In Förderprogrammen wird angestrebt, dass das Kind von einfachen Exlporationsspielen – bei denen es Gegenstände nur schlägt oder wirft – zu deutlich höher entwickelten Spielstufen übergeht.
Zunächst wird erwartet, dass das Kind relationale Spiele spielt, bei denen es Gegenstände miteinander verbindet.
Anschließend folgt die Phase des funktionalen Spiels, bei der ein Objekt seiner Funktion entsprechend eingesetzt wird (z. B. beim Fahren eines Spielzeugautos „brumm
